03. September 2026
Genetische Laborpraxis für die 12. Klasse
Von Polymerasekettenreaktion bis Gelelektrophorese
Manch einem treibt der Anblick dieser Begriffe vielleicht die Schweißperlen auf die Stirn. Doch man kann beruhigt sein, denn ohne diese Verfahren wäre unsere Welt unsicherer - in vielerlei Hinsicht.
1993 ging der Nobelpreis der Chemie (denn sind wir ehrlich: Was ist die Biologie, wenn nicht die schiere Anwendung jener?) an Kary Mullis, der maßgeblich zur Erfindung der Polymerasekettenreaktion beitrug, mit der sich DNA-Fragmente gezielt vervielfältigen lassen.
Mit einem etwas älteren Verfahren - der Gelelektrophorese - lassen sich diese DNA-Fragmente nun sichtbar machen und vergleichen.
Dies öffnet nun Türen in vielen Lebens- und Wissenschaftsbereichen:
- DNA-Spuren aus Fossilien können beliebig vervielfältigt werden und somit ist die Aufklärung von Abstammungsverhältnissen vereinfacht
- geringe DNA-Spuren an Tatorten können für allerlei Tests und Checks verwendet werden
- Vaterschaften können verifiziert werden
- Viren können auf Vorhandensein überprüft werden
- Erbkrankheiten können erkannt werden
- Lebensmittel können auf Allergene, Herkunft und GVO-Anteil überprüft werden
....und und und......
Sehr erfreulich ist es also, dass die Bio- und Chemiekurse der 12. Klasse am 31.8. In das Grüne Labor Gatersleben fahren konnten, um eben jene weltbewegenden Verfahren einmal selbst zu erproben.
Zudem durften die Schülerinnen und Schüler ihre eigene DNA isolieren und sichtbar machen und zur Krönung mit nach Hause nehmen.
Wir danken dem Grünen Labor Gatersleben für diese Möglichkeit der Praxiserfahrung und Berufsorientierung und freuen uns bereits auf weitere Besuche!






